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Warum das Selbstwertgefühl das Fundament deines Lebens ist

Mann blickt traurig auf den Boden

Kennst du dieses „Ach, hätte ich doch..." Gefühl, das sich wie ein schwerer Schatten über dich legt, kurz nach einem entscheidenden Vorfall?


Vielleicht hat dich dein Chef ungerechterweise für das verspätete Anliefern der Waren beschuldigt, und dieser dumpfe Druck im Magen, die Atemnot, die sich ausbreitete, haben dich regelrecht gelähmt – sodass du deine Sichtweise nicht einmal darlegen konntest. Erst als dein Nervensystem sich beruhigt hatte, fielen dir Sätze und Handlungen ein, die du hättest sagen oder tun können, um deine Grenzen aufzuzeigen und deine Wahrheit zu verkünden. Dabei kann man dir nicht vorwerfen, dass es dir an Redegewandtheit fehlt.


Unabhängig davon, ob dein Chef bloß seinen Frust an dir ausließ oder du wirklich für das Misslingen verantwortlich bist – im Nachhinein bist du vielleicht wütend oder frustriert auf dich selbst, dass du im entscheidenden Moment nicht den Mund aufgemacht hast. Du zweifelst an dir oder bist zornig, dass du nicht selbstbewusst warst. Und dass das Schicksal dich überhaupt in solch eine Situation bringt, lässt dich alles verdammen.


Kritik von Vorgesetzten oder Autoritätspersonen war für mich immer wie Salz auf einer offenen Wunde. Ich geriet regelrecht in Panik, zweifelte an mir selbst und hinterfragte meinen eigenen Wert.


Warum das Selbstwertgefühl das Fundament deines Lebens ist

Kennst du dieses „Ach, hätte ich doch..." Gefühl, das sich wie ein schwerer Schatten über dich legt, kurz nach einem entscheidenden Vorfall?

Vielleicht hat dich dein Chef ungerechterweise für das verspätete Anliefern der Waren beschuldigt, und dieser dumpfe Druck im Magen, die Atemnot, die sich ausbreitete, haben dich regelrecht gelähmt – sodass du deine Sichtweise nicht einmal darlegen konntest. Erst als dein Nervensystem sich beruhigt hatte, fielen dir Sätze und Handlungen ein, die du hättest sagen oder tun können, um deine Grenzen aufzuzeigen und deine Wahrheit zu verkünden. Dabei kann man dir nicht vorwerfen, dass es dir an Redegewandtheit fehlt.

Unabhängig davon, ob dein Chef bloß seinen Frust an dir ausließ oder du wirklich für das Misslingen verantwortlich bist – im Nachhinein bist du vielleicht wütend oder frustriert auf dich selbst, dass du im entscheidenden Moment nicht den Mund aufgemacht hast. Du zweifelst an dir oder bist zornig, dass du nicht selbstbewusst warst. Und dass das Schicksal dich überhaupt in solch eine Situation bringt, lässt dich alles verdammen.

Kritik von Vorgesetzten oder Autoritätspersonen war für mich immer wie Salz auf einer offenen Wunde. Ich geriet regelrecht in Panik, zweifelte an mir selbst und hinterfragte meinen eigenen Wert.


Wäre ich doch nur selbstbewusster! – Wer hat das nicht schon einmal gedacht?


Ein geringes Selbstwertgefühl kann in Situationen wie der oben beschriebenen auftreten und ist auch vom sozialen Kontext abhängig. Doch für manche Menschen ist es ein chronischer Zustand, verbunden mit viel Leid, das sich wie ein giftiger Nebel über alle Lebensbereiche legt. Es ist wie eine Dauerwunde, die niemals heilt. Bei jeder Kritik – gerechtfertigt oder nicht –, bei Misserfolgen oder Ablehnungen ist es wie Salz, das über die Wunde gestreut wird und den Betroffenen in eine tiefe Krise stürzt.


Man kann sich dies wie eine unsichtbare Brille vorstellen, die man trägt, aber für einen selbst nicht greifbar ist. Genauso wie diese imaginäre Brille, die du nicht anfassen und abnehmen kannst, ist auch ein geringes Selbstwertgefühl an sich nicht fühlbar. Vielmehr wird es von Gefühlen wie Angst, Trauer oder Wut begleitet und den damit einhergehenden körperlichen Symptomen wie enger Brust, verschwitzten Händen oder Zittern.


Diese Brille lässt Menschen und Situationen bedrohlich erscheinen. Eine verzerrte Wahrnehmung, die die eigenen vermeintlichen Schwächen und die Stärken der anderen überschätzt und die eigenen Stärken sowie die Schwächen der anderen unterschätzt.


Vereinfacht gesagt ist ein geringes Selbstwertgefühl die innere Überzeugung – jene imaginäre Brille –, die alles übertrieben erscheinen lässt. Es ist eine Verzerrung der Realität, bei der alles Negative extrem groß und schwerwiegend wirkt und alles Positive unbedeutend und kaum wahrnehmbar wird.


Deshalb finde ich den Begriff Selbstwertgefühl viel präziser als Selbstbewusstsein. Denn die imaginäre Brille beziehungsweise deine innere Überzeugung lässt dich etwas nicht nur zu groß oder zu klein sehen – du fühlst es auch mit überwältigender Intensität. Häufig sind es diese intensiv wahrgenommenen Gefühle, die uns in den jeweiligen Momenten jeglicher Vernunft berauben und lähmen.


Dieser Sichtweise auf sich selbst und andere liegt ein tiefes Gefühl der Minderwertigkeit und des Nicht-Willkommenseins zugrunde. Es sind Zweifel bezüglich des eigenen Stellenwerts im Leben und Unsicherheiten in Bezug auf die Umwelt.



Wie entsteht ein geringes Selbstwertgefühl?

Die Wurzeln für ein schwaches Selbstwertgefühl sind teils genetischer Natur, werden aber auch maßgeblich von den Erfahrungen im Kindes- und Erwachsenenalter geprägt.


Unsere Erbanlage definiert zum Beispiel unser Aussehen – ob wir blonde oder schwarze Haare haben. Auch Krankheiten können vererbt werden. Kinder, deren Eltern an Adipositas leiden, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass dies vererbt wird. Aber auch die Angstbereitschaft oder Schüchternheit kann sich über die Gene in unseren Charakterzügen manifestieren.


Meine Kollegin – ich nenne sie Melinda, um ihre Anonymität zu wahren – hat sehr gebildete Eltern und hat mir mitgeteilt, dass sie eine liebevolle und wohlwollende Erziehung genossen hat. Dennoch ist sie in sozialen Situationen sehr schüchtern.


Der Zusammenhang zwischen elterlicher Erziehung und dem Selbstwertgefühl ist nicht eindeutig, doch sowohl die humanistische Psychologie als auch meine eigene Erfahrung zeigen: Unser Selbstwertgefühl hängt entscheidend davon ab, ob wir in unserer Kindheit bedingungslose Wertschätzung erfahren haben. Wenn wir als Kinder nur dann Liebe und Anerkennung bekommen haben, wenn wir bestimmten Erwartungen entsprachen, verinnerlichen wir die Überzeugung, dass unser Wert von Leistung, Anpassung oder Perfektion abhängt. So entsteht ein fragiles Selbstbild, das ständig Bestätigung von außen sucht.


Mir wurde eingeredet, dass ich ein Versager sei, weil ich in Mathematik immer Schwierigkeiten hatte. Die erste Reaktion meines Vaters, wenn ich krank wurde, war immer Wut und das Einimpfen von Schuldgefühlen – es sei meine Schuld, weil ich meine Mütze nicht aufgesetzt hätte. So schleichen sich Gedanken ein wie:


„Ich bin nicht gut genug." „Ich bin nur wertvoll, wenn ich gute Schulnoten nach Hause bringe." „Ich bin der Liebe nicht würdig."


Je länger man diesen Erfahrungen ausgesetzt ist und diese Gedanken – offensichtlich unbewusst – wiederholt, desto tiefer graben sie sich ein. Irgendwann sind es feste Überzeugungen und werden zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. Wir interpretieren die Welt durch diesen Filter und finden immer neue Beweise für unsere eigene Unzulänglichkeit.


Bei Erfahrungen im Erwachsenenalter ist man zwar rational über das Geschehnis bewusst, aber nicht imstande, sich damit auseinanderzusetzen.


Zum Beispiel können schwere Schicksalsschläge wie das Leben am Existenzminimum oder destruktive Beziehungen mit einem Partner das Weltbild negativ beeinflussen, sodass man keine finanziellen Risiken mehr eingeht oder keine authentische Nähe mehr zulässt, um Verletzungen zu vermeiden.



Wie sich ein geringes Selbstwertgefühl im Leben auswirkt

Ein niedriges Selbstwertgefühl durchzieht in der Regel viele Lebensbereiche wie ein dunkler Strom. Es ist ein Leben voller Leid. Betroffene erleben viel Schmerz, und hinzu kommt, dass die unbewussten Verhaltensweisen diesen Schmerz sogar noch verstärken. Mit einem schwachen Selbstwertgefühl lebt es sich viel anstrengender, und das Leben besteht eher aus verschiedenen Graustufen denn aus bunten Farben.


Allerdings sind auch die Mitmenschen von Selbstunsicheren von diesem Problem betroffen, denn die Strategien von Selbstunsicheren wirken sich oft negativ auf die Beziehungen und das soziale Miteinander aus.


Einige gängige Manifestationen sind:

  • Hohe Kränkbarkeit

  • Angst, Fehler zu machen und falsche Entscheidungen zu treffen

  • Perfektionsstreben

  • Zweifel an den eigenen Fähigkeiten

  • Angst vor Ablehnung

  • Harmoniesucht

  • Blockierter Zugang zu den eigenen Bedürfnissen

  • Angriffslust

  • Überzeugung, wenig bewirken zu können

  • Zweifel an den eigenen Rechten

  • Resignation und mangelnde Lebensfreude

  • Fremdbestimmtes Leben

  • Angst vor Veränderung

  • Angst, die Kontrolle zu verlieren

  • Selbsthass


Ich werde nun einige Lebensbereiche beleuchten, die unter einem niedrigen Selbstwertgefühl leiden. Dabei werde ich auch aus meinen eigenen Erlebnissen erzählen.


Niedriges Selbstwertgefühl und persönliche Entwicklung

Wie bereits erwähnt, haben Menschen mit einem negativen Selbstbild diese eine Dauerwunde. Diese Wunde hat man sich in den allermeisten Fällen schon in der Kindheit zugezogen.


Stell dir nun diesen Menschen mit seiner Dauerwunde vor. Er ist stets auf der Hut, damit niemand in dieser Wunde stochert oder Salz darauf kippt, denn das würde höllisch wehtun. Also ist er ständig bemüht, diese Wunde zu schützen. Eventuell setzt er Masken auf und tut so, als ob. Es erfordert immense Kraft, ständig wachsam zu sein und eine Fassade aufrechtzuerhalten. Wertvolle Kraft, die für die eigene persönliche Entwicklung benötigt wird, aber nicht zur Verfügung steht.


Der Selbstunsichere ist ständig in der Defensive. Die Angst, Fehler zu machen oder sich zu blamieren, ist handlungsleitend für ihn. Also versucht er, so gut es geht, Fehler zu vermeiden und nicht negativ aufzufallen. Denn ein Fehler würde diese Wunde offenlegen. Das Gegenüber hätte einen Grund – gerechtfertigt oder nicht –, Kritik zu äußern.


Mein Vater war ein sehr leistungsorientierter Mensch und immer auf Trab. So etwas wie Ruhe oder innere Zufriedenheit kannte er nicht. Er selbst konnte sich keine Fehler eingestehen und noch weniger seinen Söhnen gegenüber. Seine Stellung als Vater war unantastbar.


Seine Liebe musste man sich immer mit Leistung verdienen.


Seinen hohen Anforderungen nicht gerecht zu werden, löste in mir ein ungutes Gefühl von Unzulänglichkeit aus. Ich war nur dann wertvoll und der würdige Sohn, wenn ich seinen Vorstellungen entsprach. Nicht selten spielte er mich und meinen Bruder gegeneinander aus. Er entzog einem seiner Kinder die Liebe und gab sie dem anderen, wenn dieser sich eher nach seinen Wünschen verhielt.


Wenn man im Bestreben, seinen Wünschen nachzukommen, Fehler beging, zog man sich seine Wut und Missgunst zu. Es löste viele ungute Gefühle aus, mit denen ich nicht umgehen konnte.


Die Angst, Fehler zu machen, weil sie bestraft wurden, falsche Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen zu tragen, sowie die „Ich-hab's-dir-doch-gesagt"-Mentalität und die Überzeugung, dass es nie genügt, haben mich oft in meiner Entschlusskraft gebremst und an meinen eigenen Fähigkeiten zweifeln lassen. Ich hatte meinen Fokus darauf gerichtet, was ich nicht kann beziehungsweise was schiefgehen könnte, anstatt darauf, was ich kann und was gut werden könnte.


Unter dieser sehr konfliktreichen Umgebung, wo meine persönlichen Grenzen nicht anerkannt wurden, erlebte ich mich selbst als wenig durchsetzungsfähig und konfliktscheu. Perfekte Rahmenbedingungen für Resignation und ein fremdbestimmtes Leben.


Ich konnte meine eigenen Schwächen nicht akzeptieren und sah Fehler als Beweis für meinen geringen Wert. Doch was geschieht mit der Seele, die geknebelt und gefesselt wird?


Was geschieht mit dem Menschen ohne Selbstwert und ohne die innere Erlaubnis, Fehler zu begehen – aus denen man lernen kann –, den eigenen Weg zu gehen, der ihn mit Erfüllung belohnen würde?


Sie wird zu einer Person, die alles tut, damit sie respektiert wird, aber keinen Respekt sich selbst entgegenbringen kann, denn am Ende lebte sie nach den Vorstellungen anderer und nicht authentisch nach dem Ruf ihrer Seele.


Mein Lebensweg war bestimmt durch die Wünsche meiner Eltern. Sie hatten nie eine höhere Bildung genossen, also war es umso wichtiger, dass ich Schule und Abitur absolviere. Dabei hatte ich eine immense Begeisterung für das Kochen. Dieser Weg blieb mir verwehrt.


Mein Weg war also gespickt mit ihren Träumen und nicht selten bestimmt von Zufällen oder Angeboten, die mir gemacht wurden und die ich häufig aus Überlegungen der Sicherheit annahm, ohne auf meine Wünsche zu achten – ob dies denn etwas war, was ich wollte. Ich hätte mich damals nie getraut, mich über den Willen meiner Eltern hinwegzusetzen. Diese geringe Zielstrebigkeit ist eng mit der Angst zu scheitern verwoben.


Aber nicht nur die von oben heruntergedrückten Anforderungen, sondern auch der brüchige Kontakt zu den eigenen Wünschen und Gefühlen – weil man es ja ständig anderen recht machen will, damit sie einen nicht bedrohen oder lautstark werden – und das damit einhergehende Zaudern, eine Entscheidung zu treffen, spielen mit hinein.


Selbstwert ist eine Voraussetzung für Selbstverwirklichung. Wer sich als nicht wertvoll empfindet, wird seine Träume nicht ernst nehmen und sein volles Potenzial nie ausschöpfen.


Niedriges Selbstwertgefühl im Berufsleben

Wir haben gelernt, dass selbstunsichere Menschen versuchen, Fehler zu vermeiden. Nicht selten versuchen sie im Beruf, alles korrekt und fehlerfrei zu machen – quasi perfekt.


Dass diese Strategie zum Scheitern verurteilt ist, liegt auf der Hand. Denn wann ist bitte etwas perfekt?


In meinem Job als Webdesigner habe ich gute Arbeit geleistet. Doch jedes Projekt, das ich begann, dauerte doppelt so lange wie nötig, weil ich ständig Details überarbeitete, an Farben feilte und selbst kleinste Elemente immer wieder veränderte. Für mich war nichts „gut genug" – es musste makellos sein. Der Kunde durfte keine Grundlage für negative Resonanz haben. Denn Kritik an der Webseite nahm ich als Kritik an meiner eigenen Persönlichkeit wahr. Nicht das Projekt ist gescheitert, sondern ich. Das war meine verinnerlichte Überzeugung.


In anderen Situationen, wenn ich Kritik erhielt oder auch nur negative Stimmung meines Vorgesetzten wahrnahm – wenn auch nur eingebildet –, überkamen mich sehr schnell Ohnmachtsgefühle. Die Angst, nicht gut genug zu sein, breitete sich aus, und die Furcht, dass ich vielleicht gekündigt werden würde. In solchen Phasen legte ich gleich eine Schippe darauf, um meine Leistung zu steigern und eine vermeintliche Kündigung zu vermeiden beziehungsweise meinen Wert unter Beweis zu stellen.


Eines ist mir klar: Menschen, die nach Perfektion streben, haben einen extrem kleinen Beurteilungsraum – nicht perfekt = ungenügend. Abstufungen wie „sehr gut", „gut" oder „befriedigend" gibt es nicht. Zumindest nicht, wenn es um die Beurteilung der eigenen Leistungen geht.


Niedriges Selbstwertgefühl in romantischen Beziehungen

Partnerschaften waren für mich in der Regel emotionale Verstrickungen. Wie sollte es auch anders sein, wenn man versucht, es allen recht zu machen, keine Grenzen setzt und den Draht zu den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen komplett aus den Augen verliert?


Wenn man von sich selbst keine hohe Meinung hat, ist man oft bemüht, anderen zu gefallen. Dies gelingt natürlich viel einfacher, wenn man seine eigenen Wünsche zurückhält, die mit den Wünschen des anderen kollidieren könnten. Harmoniesucht auf Kosten der eigenen Gesundheit, sozusagen.


Dadurch, dass in meiner Kindheit meine Meinung nicht wirklich wichtig war, haderte ich auch im Erwachsenenleben oft mit der Frage, ob meine Bedürfnisse und Ansprüche überhaupt berechtigt sind. Es ist eine Unsicherheit über das eigene Urteilsvermögen.


Allerdings läuft es auf Dauer in einer Partnerschaft nicht gut, wenn man seine Bedürfnisse nicht kommuniziert. Einerseits gibt man dem Partner gar nicht die Chance, diese Wünsche zu erfüllen. Schließlich sollte das Geben und Nehmen immer in Balance sein, und man hält dem anderen die Freude des Gebens vor und ist für die Person nicht greifbar. Andererseits regt man sich auf und wird mürrisch, weil einem selbst das Nein-Sagen schwerfällt und man „unfreiwillig" in Situationen gerät, in die man nicht hineingeraten wollte. Die Scheu, etwas abzulehnen, führt häufig zu Überforderung. Man will es zu vielen Menschen auf einmal recht machen und verausgabt sich in Verpflichtungen und übertriebenen Gefälligkeiten. Außerdem führt dieser Mangel an Grenzen – also die Unfähigkeit, Nein zu sagen – zu einem chronischen Empfinden, selbst zu kurz zu kommen.


Dies sind nur eine kleine Auswahl von Auswirkungen auf einem großen Spektrum. Ich verstehe, dass meine Strategien als Kind ihre Berechtigung hatten, aber heute nicht mehr. Ein geringes Selbstwertgefühl kann einem das Leben wirklich sehr vermiesen. Man bleibt unter seinen Potenzialen, ist ständig auf der Hut und lebt nicht sein authentisches Selbst aus. Es ist nicht weit hergeholt, wenn ich sage, dass damit sowohl psychische als auch körperliche Beschwerden auftauchen, die zunächst nicht direkt auf ein geringes Selbstwertgefühl zurückzuführen sind – aber negative Gefühle und ständige Angst- und Stresssituationen machen dem Körper nun mal zu schaffen.


Fazit

Ich hoffe, dieser Beitrag konnte dir erklären, warum das Selbstwertgefühl das Fundament des Lebens ist. Es bestimmt nämlich, wie wir uns selbst sehen, wie wir mit Herausforderungen umgehen und wie wir unsere Beziehungen gestalten. Es beeinflusst unsere Entscheidungen, unsere Grenzen und sogar unsere Fähigkeit, Glück zu empfinden. Ein stabiles Selbstwertgefühl gibt uns die innere Sicherheit, Fehler zu machen, unsere eigenen Bedürfnisse zu erkennen und für sie einzustehen, Veränderung anzunehmen und unsere eigene Stimme zu erheben.


Wenn das Selbstwertgefühl schwach ist, wird das Leben von Angst, Selbstzweifeln und einem ständigen Gefühl des Mangels geprägt. Man passt sich an, um gemocht zu werden, zweifelt an seinen eigenen Rechten, nimmt Ungerechtigkeiten hin und resigniert, bevor man es überhaupt versucht. Ein niedriges Selbstwertgefühl raubt die Fähigkeit, das Leben aktiv zu gestalten – man lässt es passieren, anstatt es selbst in die Hand zu nehmen.


Ein gesundes Selbstwertgefühl hingegen gibt uns die Freiheit, wir selbst zu sein. Es erlaubt uns, Fehler zu machen, ohne uns wertlos zu fühlen. Es lässt uns Grenzen setzen, ohne Angst vor Ablehnung. Es schenkt uns das Vertrauen, dass wir etwas bewirken können – in unserem eigenen Leben und in der Welt.


Deshalb ist das Selbstwertgefühl nicht einfach nur ein Aspekt unseres Denkens – es ist das Fundament, auf dem alles aufbaut.


Wenn du mit mir gemeinsam deine limitierenden Glaubenssätze auflösen und emotionale Heilung erfahren möchtest, die in einem freudvollen Leben und erfüllenden Partnerschaften resultiert, bin ich nur eine Nachricht entfernt und freue mich, dir zu helfen.

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